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Einfachere Franchisen: gut für viele Versicherte!

27. Dezember 2015

Der Schweizer Krankenversicherte bezahlt europaweit einen des höchsten Anteile der Gesundheitskosten aus dem eigenen Portemonnaie. Trotzdem zählen die Schweizer Gesundheitskosten international zu den höchsten. Das gilt auch zwischen den Kantonen: wo die durchschnittlichen Franchisen hoch sind, liegen die Kosten über dem Landesdurchschnitt. Fazit: zumindest in Systemen mit hoher privater Finanzierung bringen zusätzliche Belastungen der PatientInnen keine Einsparungen. Das hindert rechte Politiker und Experten nicht, das Gegenteil zu behaupten und eine Erhöhung der Franchisen auf bis zu 3'000 Franken pro Jahr und Patient zu verlangen! Statt Geld zu sparen, würden so einfach Lasten auf die Patienten verschoben und Untertherapierungen in Kauf genommen.

Auf diesem Hintergrund sind die bundesrätlichen Vorschläge zur Vereinfachung der Franchisen zu begrüssen:

a) Die Aufhebung der Zwischenfranchisen von 1'000 und 2'000 Franken, die für die meisten Versicherten eh nachteilig sind, vereinfacht die für viele komplizierte Wahl der besten Franchise. Das individuelle Optimum liegt bereits heute fast immer in den verbleibenden Franchisen von 300, 500, 1500 oder 2500 Franken.

b) Die Rabatte für Wahlfranchisen übertreffen heute oft die risikobereinigten Einsparungen. Das heisst: Kranke zahlen mit überhöhten Prämien die zu hohen Rabatte der Gesunden. Dass der Bundesrat dies korrigiert, ist einfach nur normal.

Richtig ist: Die Prämien der jungen Erwachsenen sind heute viel zu hoch. Sie sollen aber nicht auf dem Rücken der Kranken gesenkt werden, sondern mit der Korrektur des Risikoausgleichs, wie dies in Vernehmlassung ist.


Im Helsana-Bulletin erschienen.




 
 
 

Nationalrat (SP / FR);

  • Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) (Präsident der SP-Delegation)
  • Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK)
  • Miglied der Subkommission Krankenversicherungsgesetz

 

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