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Interview mit Rose-Marie Rittener, Leiterin der Gesundheitsligen des Kantons Freiburg

26 Oktober 2016
catégories : Gesundheitspolitik

Image Interview mit Rose-Marie Rittener, Leiterin der Gesundheitsligen des Kantons Freiburg

Welches Fazit ziehen Sie als Leiterin der Freiburger Krebsliga aus der ambulanten Palliativpflege und was sind Ihre Erwartungen gegenüber dem Kanton?

Die Verabschiedung der kantonalen Palliativpflegestrategie und der im Mai dieses Jahres vom Grossen Rat genehmigter Massnahmenplan 2016-2020 repräsentieren einen wichtigen ersten Schritt für die Entwicklung qualitativer Palliativpflege im gesamten Kanton. Die konkrete Umsetzung sollte eine tatsächliche Verstärkung des Systems für die Pflege zu Hause ermöglichen und einer grösseren Anzahl Leute erlauben, bis zu ihrem Lebensende bei sich zu bleiben. Diese Umsetzung setzt jedoch finanzielle Mittel voraus, die der Finanzplanung entsprechen. Wir rufen die im November Gewählten dazu auf, die Verpflichtungen, die in der Strategie inbegriffen sind zu respektieren, wie auch den Massnahmeplan. Die von einigen vorgeschlagenen Kürzungen bei der ambulanten Palliativpflege würden betroffene Patientinnen und Patienten unnötig zwingen, im Spital zu bleiben, was menschlich nicht vertretbar ist und zudem höhere Kosten verursacht.

Welche Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung und der Prävention sollten für die Gesundheitsligen im Kanton vorrangig umgesetzt werden?

Bisher sind die Mittel, die der Kanton der Gesundheitsförderung und der Prävention widmet, sehr beschränkt und konzentrieren sich hauptsächlich auf Programme, die für die Jugend bestimmt sind. Als Ergänzung hat das Projekt Senior+ die Schwerpunkte in Bezug auf Senioren definiert. Ohne die Massnahmen, die für diese beiden Bevölkerungssegmente bestimmt sind, zu hinterfragen, geht es darum, ebenfalls Präventionsprogramme für Erwachsene zwischen 18 und 65 zu entwickeln. Wenn wir die Gesundheitskosten etwas besser in den Griff bekommen wollen, brauchen wir unumgänglicherweise auch eine Verstärkung der Präventionsmassnahmen der häufigsten chronischen Krankheiten wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krankheiten der Atemwege. Wir erhoffen konkrete Schritte während der nächsten Legislatur.

Auf was für Schwierigkeiten treffen Angehörige eines Kranken, die zu Hause bleiben, um sich um ihn zu kümmern?

Pflegende Angehörige treffen oft auf grosse Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit ihres Einsatzes zu Hause an der Seite eines Kranken mit ihrem Berufsleben. Zusätzlich zur aktuellen Pauschalentschädigung für die Angehörigenpflege ist ein einfacherer Zugang zu Ablösungsdienstleistungen erforderlich, was nur dank einer verstärkten Unterstützung durch den Staat möglich sein wird. Eine andere Stossrichtung ist die Sensibilisierung der Arbeitgeber, damit sie häufiger und einfacher befristete Reduzierungen des Beschäftigungsgrades bewilligen, wenn es um die Pflege kranker Angehöriger geht.


catégories : Gesundheitspolitik


 
 
 

Nationalrat (SP / FR);

  • Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) (Präsident der SP-Delegation)
  • Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK)
  • Miglied der Subkommission Krankenversicherungsgesetz

 

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